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  • Sage Operations testen: Testversionen und Kosten im Überblick

    Sage Operations testen: Testversionen und Kosten im Überblick

    Ein ERP wählt man nicht nach Prospekt aus. Wer Sage Operations in Betracht zieht, möchte sehen, wie sich Artikel anlegen, Bestellungen auslösen und Bestände führen lassen. intellicon bietet dafür zwei Wege an, die sich in Aufwand, Dauer und Kosten unterscheiden.

    Kurz gesagt: Sage Operations lässt sich bei intellicon auf zwei Arten testen: kostenlos in einer geteilten Demo mit Testmandant, Handbuch, Schnellanleitung und Video oder in einem eigenen Testsystem. Das eigene Testsystem kostet 99 € für einen Monat, 249 € für drei Monate und 459 € für sechs Monate und kann später als Livemandant weiterverwendet werden. Ergänzend gibt es eine 90-minütige Einweisung per TeamViewer zum Pauschalpreis.

    Was ist Sage Operations?

    Sage Operations ist ein cloud-natives ERP für Handel und diskrete Fertigung in kleinen und mittleren Unternehmen. Bis November 2025 hieß es Sage Distribution and Manufacturing Operations (SDMO); die Hintergründe stehen in der Meldung SDMO wird zu Sage Operations.

    Zum Funktionsumfang gehören Beschaffung mit Bestellvorschlägen, Bestandsmanagement über mehrere Standorte, Mehrsprachigkeit und Mehrwährung. Stücklisten und Fertigungsstatus bietet das optionale Modul „Manufacturing Operations“. Updates und Backups übernimmt Sage. Einen Überblick gibt die Seite Sage Operations, das Cloud-ERP für Handel und Fertigung.

    Welche Testmöglichkeiten gibt es für Sage Operations?

    Die Varianten und Preise stammen von der Seite Sage Operations testen von intellicon, Stand Oktober 2026.

    VarianteKostenInhaltGeeignet für
    Geteilte DemokostenlosTestmandant, Handbuch, Schnellanleitung, Videoeinen ersten Eindruck von Oberfläche und Abläufen
    Eigenes Testsystem, 1 Monat99 €eigenes System, später als Livemandant nutzbareinen kompakten Test mit eigenen Beispieldaten
    Eigenes Testsystem, 3 Monate249 €eigenes System, später als Livemandant nutzbareinen Test mit mehreren Abteilungen
    Eigenes Testsystem, 6 Monate459 €eigenes System, später als Livemandant nutzbareine gründliche Prüfung neben dem Tagesgeschäft
    EinweisungPauschalpreis90 Minuten per TeamViewereinen schnellen, angeleiteten Einstieg

    Die kostenlose geteilte Demo

    Die geteilte Demo ist der schnellste Einstieg. Sie arbeiten in einem vorbereiteten Testmandanten und werden von Handbuch, Schnellanleitung und Video begleitet. Weil die Demo geteilt ist, gehören dort keine vertraulichen Echtdaten hinein.

    Das eigene Testsystem

    Mit einem eigenen Testsystem prüfen Sie Sage Operations in Ruhe und mit Ihren eigenen Beispieldaten. Der wichtigste Vorteil: Das System kann später als Livemandant weiterverwendet werden. Was Sie im Test einrichten, kann damit die Grundlage für den späteren Echtbetrieb bilden.

    Die Einweisung per TeamViewer

    Die 90-minütige Einweisung zum Pauschalpreis spart Zeit beim Einarbeiten. Gerade wenn mehrere Personen testen sollen, ist ein gemeinsamer, angeleiteter Start sinnvoll. Den aktuellen Pauschalpreis erfragen Sie bei intellicon.

    Wie gehen Sie beim Testen am besten vor?

    Ein Test bringt am meisten, wenn er ein klares Ziel hat. Die folgende Reihenfolge führt in überschaubaren Schritten von der Demo zur Entscheidung:

    1. Ziele festlegen: Schreiben Sie drei bis fünf Abläufe auf, die das System sicher beherrschen muss.
    2. Mit der Demo beginnen: Verschaffen Sie sich in der kostenlosen Demo einen ersten Eindruck von Oberfläche und Logik.
    3. Einweisung nutzen: Lassen Sie sich die Grundlagen in der Einweisung zeigen, bevor Sie eigene Daten erfassen.
    4. Eigenes Testsystem aufsetzen: Erfassen Sie repräsentative Beispieldaten, etwa typische Artikel, Lieferanten und Kunden.
    5. Kernabläufe durchspielen: Testen Sie Ihre Abläufe vom Einkauf bis zur Auslieferung mit realistischen Fällen.
    6. Buchhaltung einbeziehen: Prüfen Sie mit Ihrer Buchhaltung oder Steuerkanzlei die Übergabe der Buchungsdaten.
    7. Entscheiden: Wenn alles passt, kann das Testsystem als Livemandant weiterlaufen.

    Was sollten Sie im Test unbedingt prüfen?

    • Beschaffung: Passen die Bestellvorschläge zu Ihrer Art, Ware nachzubestellen?
    • Lager: Lassen sich Ihre Standorte und Bestände sinnvoll abbilden?
    • Fertigung: Stücklisten und Fertigungsstatus gehören zum optionalen Modul „Manufacturing Operations“. Klären Sie vorab, ob es in Ihrem Testsystem enthalten ist.
    • Sprachen und Währungen: Wenn Sie international arbeiten, testen Sie Belege in den benötigten Sprachen und Währungen.
    • Buchhaltung: Sage Operations hat keine eigene Finanzbuchhaltung. Prüfen Sie den Import in Sage 100 Rechnungswesen oder den DATEV-Export (CSV).
    • Shop-Anbindung: Für Shopify gibt es eine Cloud-Schnittstelle von intellicon, die laut Beschreibung Artikel, Preise, Bestände und Kundendaten synchronisiert, Aufträge importiert und Trackingdaten an Shopify zurückmeldet. Details unter Shopify mit Sage Operations verbinden.
    • Varianten: Sage Operations kennt keine Variantenartikel. Wer im Shop Varianten anbietet, kann sie über intellicon Commerce aus einzelnen Artikeln (SKUs) zusammensetzen.

    Worauf sollten Sie achten?

    Ein Test zeigt das System im Standard. Einige Punkte sollten Sie deshalb getrennt klären:

    • Schnittstellen und Altdaten sind eigene Schritte. Anbindungen an Shop, Versand oder Buchhaltung und die Übernahme Ihrer bisherigen Daten sollten Sie gesondert besprechen.
    • Testpreise sind keine Betriebskosten. Die genannten Preise gelten für das Testsystem. Lassen Sie sich die laufenden Kosten für den Echtbetrieb separat anbieten.
    • Buchhaltungsweg früh festlegen. Weil Sage Operations keine eigene Finanzbuchhaltung hat, sollte die Steuerkanzlei früh eingebunden sein.

    Ob Sage Operations oder Sage 100 grundsätzlich besser zu Ihnen passt, erklärt der Beitrag Sage 100 oder Sage Operations: Was ist der Unterschied?

    Häufige Fragen

    Gibt es eine kostenlose Testversion von Sage Operations?

    Ja. intellicon bietet eine kostenlose geteilte Demo mit Testmandant, Handbuch, Schnellanleitung und Video an. Für einen Test mit eigenen Daten gibt es zusätzlich kostenpflichtige eigene Testsysteme.

    Was kostet ein eigenes Testsystem für Sage Operations?

    Ein eigenes Testsystem kostet bei intellicon 99 € für einen Monat, 249 € für drei Monate und 459 € für sechs Monate (Stand Oktober 2026). Eine 90-minütige Einweisung per TeamViewer ist zum Pauschalpreis zubuchbar.

    Kann ich das Testsystem später produktiv nutzen?

    Ja. Das eigene Testsystem kann später als Livemandant weiterverwendet werden. Was Sie im Test einrichten, muss damit nicht zwingend verloren gehen.

    Kann ich im Test auch die Buchhaltung prüfen?

    Sage Operations hat keine eigene Finanzbuchhaltung. Prüfen Sie im Test daher die Übergabe der Buchungen, also den Import in Sage 100 Rechnungswesen oder den DATEV-Export im CSV-Format.

    Alle Testvarianten und die Anmeldung finden Sie auf der Seite Sage Operations testen. Wenn Sie vorab klären möchten, welche Variante für Ihr Vorhaben sinnvoll ist, buchen Sie eine kostenlose Erstberatung (30 Minuten).

  • Sage 100 oder Sage Operations: Was ist der Unterschied?

    Sage 100 oder Sage Operations: Was ist der Unterschied?

    Sage 100 und Sage Operations werden beide für Unternehmen mit 5 bis 100 Mitarbeitenden empfohlen. Trotzdem folgen sie unterschiedlichen Konzepten. Spätestens bei der Finanzbuchhaltung zeigt sich, dass die Wahl mehr ist als die Frage „Cloud oder nicht Cloud“.

    Kurz gesagt: Sage 100 ist eine Windows-Software mit Warenwirtschaft und eigenem Rechnungswesen, die im eigenen Haus oder bei einem Hosting-Partner läuft. Sage Operations ist ein cloud-natives ERP für Handel und diskrete Fertigung, bei dem Sage Updates und Backups übernimmt. Eine eigene Finanzbuchhaltung hat Sage Operations nicht: Buchungen gehen per Import in Sage 100 Rechnungswesen oder als DATEV-Export (CSV) an die Buchhaltung.

    Was haben Sage 100 und Sage Operations gemeinsam?

    Beide Systeme stammen von Sage und richten sich nach Empfehlung von intellicon an Unternehmen mit 5 bis 100 Mitarbeitenden. Beide bilden die Warenwirtschaft ab und lassen sich an Onlineshops anbinden. Damit stehen sie bei vielen Mittelständlern direkt nebeneinander auf der Auswahlliste.

    Der Unterschied liegt weniger in der Unternehmensgröße als im Betriebsmodell und im Umgang mit der Buchhaltung. Einen Überblick über alle vier Sage ERP-Systeme gibt der Beitrag Sage ERP Vergleich: Welches Sage ERP passt zu Ihrem Unternehmen?

    Wie unterscheiden sich Sage 100 und Sage Operations im Überblick?

    Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Punkte zusammen. Grundlage ist die Seite Sage ERP-Systeme im Vergleich von intellicon, Stand Oktober 2026.

    KriteriumSage 100Sage Operations
    Empfohlene Größe5 bis 100 Mitarbeitende5 bis 100 Mitarbeitende
    BetriebWindows-Software im Haus oder gehostet bei Cloud-PartnernCloud-nativ, keine eigenen Server nötig
    Updates und Backupsorganisiert der Betreiber selbst oder der Hosting-Partnerübernimmt Sage
    LizenzMiete (Connected); Kauflizenz „Desktop“ seit 01.01.2025 ohne UpdatesCloud-Betrieb durch Sage
    Finanzbuchhaltungeigenes Sage 100 Rechnungswesenkeine eigene; Import in Sage 100 Rechnungswesen oder DATEV-Export (CSV)
    DATEV ohne eigenes RechnungswesenDATEV-Schnittstelle von intellicon direkt aus der WarenwirtschaftDATEV-Export (CSV); Anbindung über intellicon Commerce laut intellicon in Vorbereitung
    Shop-Anbindung (Beispiele)Multi-Shop-Schnittstelle von intelliconShopify-Schnittstelle von intellicon, intellicon Commerce

    Wie werden Sage 100 und Sage Operations betrieben?

    Sage 100 ist eine Windows-Software, die im eigenen Haus oder gehostet bei Cloud-Partnern läuft. Laut Sage ist sie keine reine Cloud-Lösung. Sie wird heute zur Miete angeboten (Connected). Die frühere Kauflizenz „Desktop“ ist seit dem 1. Januar 2025 im Extended Support und erhält keine Updates mehr.

    Sage Operations, bis November 2025 unter dem Namen Sage Distribution and Manufacturing Operations (SDMO) bekannt, ist dagegen von Grund auf für die Cloud gebaut. Updates und Backups übernimmt Sage. Zum Funktionsumfang gehören Beschaffung mit Bestellvorschlägen, Bestandsmanagement über mehrere Standorte, Mehrsprachigkeit und Mehrwährung. Stücklisten und Fertigungsstatus gibt es über das optionale Modul „Manufacturing Operations“. Mehr dazu auf der Seite Sage Operations, das Cloud-ERP für Handel und Fertigung.

    Was bedeutet die fehlende Finanzbuchhaltung bei Sage Operations?

    Sage Operations erzeugt Belege wie Rechnungen und Gutschriften, führt aber selbst keine Finanzbuchhaltung. Die eigentliche Buchführung mit Sachkonten, Umsatzsteuer und Abschlüssen findet in einem anderen System statt. Für die Übergabe nennt die Vergleichsseite zwei Wege.

    Weg 1: Import in Sage 100 Rechnungswesen

    Die Buchungen aus Sage Operations werden in Sage 100 Rechnungswesen importiert. Dieser Weg passt zu Unternehmen, die ihre Buchhaltung im eigenen Haus führen und dafür bereits Sage 100 Rechnungswesen nutzen oder nutzen wollen.

    Weg 2: DATEV-Export für die Steuerkanzlei

    Alternativ gibt Sage Operations die Buchungen als DATEV-Export im CSV-Format aus. Das ist naheliegend, wenn die Steuerkanzlei die Finanzbuchhaltung in DATEV führt. Eine direkte DATEV-Anbindung über intellicon Commerce ist laut intellicon in Vorbereitung. Fragen Sie nach dem aktuellen Stand, bevor Sie damit planen.

    Auf der Vergleichsseite wird außerdem Sage Intacct als Finanzlösung genannt, die neben Sage Operations steht. Ob dieser Weg für Sie infrage kommt, sollte im Einzelfall geklärt werden.

    Wie kommen Buchungsdaten aus Sage 100 zu DATEV?

    Sage 100 bringt mit dem Rechnungswesen eine eigene Finanzbuchhaltung mit. Viele Unternehmen lassen ihre Buchhaltung aber beim Steuerberater in DATEV führen. Für diesen Fall übergibt die DATEV-Schnittstelle zur Sage 100 Ausgangs- und Eingangsrechnungen direkt aus der Warenwirtschaft, ohne dass Sage Rechnungswesen nötig ist.

    Die Schnittstelle gibt es in drei Varianten: als Datei im DATEV-Format, direkt zu DATEV Unternehmen online oder über intellicon DATEV Connect zur lokal installierten DATEV-Finanzbuchhaltung.

    Für wen eignet sich welches System?

    Sage 100 spricht für sich, wenn …

    • Sie Warenwirtschaft und Finanzbuchhaltung in einem System führen wollen,
    • Ihre Daten im eigenen Haus oder bei einem Hosting-Partner Ihrer Wahl liegen sollen,
    • Sie bereits Sage 100 einsetzen und Erweiterungen wie Versand-, Zoll- oder Shop-Schnittstellen nutzen.

    Sage Operations spricht für sich, wenn …

    • Sie keine eigenen Server betreiben wollen und Updates sowie Backups bei Sage liegen sollen,
    • Sie Bestände über mehrere Standorte führen oder mehrsprachig und in mehreren Währungen arbeiten,
    • Ihre Buchhaltung ohnehin beim Steuerberater in DATEV oder in einem separaten Rechnungswesen liegt.

    Worauf sollten Sie bei der Entscheidung achten?

    • Buchhaltungsweg vorher klären. Sprechen Sie mit Ihrer Steuerkanzlei, bevor Sie sich für Sage Operations entscheiden. Der Weg der Buchungsdaten sollte feststehen, bevor die erste Rechnung geschrieben wird.
    • Erweiterungen prüfen. Viele Zusatzmodule, etwa die Versand-, Zoll- und DATEV-Lösungen von intellicon, sind für Sage 100 dokumentiert. Klären Sie vor einem Wechsel, welche Ihrer heutigen Erweiterungen es für Sage Operations gibt.
    • Varianten bedenken. Sage Operations kennt keine Variantenartikel. Für Shops kann intellicon Commerce einzelne Artikel (SKUs) im Shopsystem zu einem Variantenprodukt zusammenfassen.
    • Wechsel ist möglich. Ein Umstieg von Sage 100 auf Sage Operations gehört zu den Wechselpfaden, die intellicon begleitet. Die Daten werden nach eigener Angabe über eine eigene Schnittstelle übernommen, geprüft und mit Protokoll.

    Wer Sage Operations vorher ausprobieren möchte, findet die Möglichkeiten im Beitrag Sage Operations testen: Testversionen und Kosten.

    Häufige Fragen

    Ist Sage Operations der Nachfolger von Sage 100?

    Dafür gibt es in den hier ausgewerteten Quellen keinen Beleg. Beide Systeme werden nebeneinander angeboten, Sage 100 heute als Mietlizenz (Connected). Ein Wechsel von Sage 100 zu Sage Operations ist möglich, aber kein Muss.

    Kann ich Sage Operations mit DATEV nutzen?

    Ja, über einen DATEV-Export im CSV-Format. Eine direkte DATEV-Anbindung über intellicon Commerce ist laut intellicon in Vorbereitung.

    Wie hieß Sage Operations früher?

    Sage Operations hieß früher Sage Distribution and Manufacturing Operations, kurz SDMO. Die Umbenennung wurde im November 2025 bekannt gegeben.

    Brauche ich für die DATEV-Übergabe aus Sage 100 das Sage Rechnungswesen?

    Nein. Die DATEV-Schnittstelle von intellicon übergibt Ausgangs- und Eingangsrechnungen direkt aus der Sage 100 Warenwirtschaft. Ein Sage Rechnungswesen oder eine OP-Verwaltung ist dafür nicht nötig.

    Welches der beiden Systeme besser passt, hängt vor allem von Betriebsmodell und Buchhaltungsweg ab. Eine erste Orientierung gibt die Entscheidungshilfe auf der Seite Sage ERP-Systeme im Vergleich. Wenn Sie Ihre Situation direkt besprechen möchten, buchen Sie eine kostenlose Erstberatung (30 Minuten).

  • Sage ERP Vergleich: Welches Sage ERP passt zu Ihrem Unternehmen?

    Sage ERP Vergleich: Welches Sage ERP passt zu Ihrem Unternehmen?

    Wer ein neues ERP sucht und bei Sage landet, steht schnell vor vier Namen: Sage Active, Sage 100, Sage Operations und Sage X3. Auf den ersten Blick klingen alle nach Warenwirtschaft und Buchhaltung. Die Unterschiede liegen im Detail, und genau diese Details entscheiden, ob ein System in fünf Jahren noch zu Ihrem Unternehmen passt.

    Kurz gesagt: Sage Active ist eine Cloud-Lösung für kleine Unternehmen mit 1 bis 20 Mitarbeitenden, die vor allem Verkauf und Finanzbuchhaltung brauchen. Sage 100 ist eine Windows-Software für 5 bis 100 Mitarbeitende, betrieben im eigenen Haus oder bei einem Hosting-Partner. Sage Operations ist ein Cloud-ERP für Handel und Serienfertigung in derselben Größenordnung, hat aber keine eigene Finanzbuchhaltung. Sage X3 richtet sich an Unternehmensgruppen mit 20 bis 5.000 Mitarbeitenden, mehreren Gesellschaften und anspruchsvoller Fertigung (Größenangaben nach Empfehlung von intellicon).

    Welche vier Sage ERP-Systeme gibt es und für wen sind sie gedacht?

    Die intellicon GmbH ist Sage Business Partner und betreut alle vier Systeme. Die folgende Übersicht fasst die Größenempfehlung von intellicon und die Betriebsarten zusammen, wie sie auf der Seite Sage ERP-Systeme im Vergleich dokumentiert sind. Grundlage dort sind die Produktseiten von Sage, Stand Oktober 2026.

    SystemEmpfohlene GrößeBetriebTypischer Schwerpunkt
    Sage Active1 bis 20 MitarbeitendeCloud (SaaS, im Browser)Verkauf vom Angebot bis zur Rechnung, Finanzbuchhaltung
    Sage 1005 bis 100 MitarbeitendeWindows-Software im Haus oder gehostet bei Cloud-PartnernWarenwirtschaft und Rechnungswesen in einem System
    Sage Operations5 bis 100 MitarbeitendeCloud-nativHandel und diskrete Fertigung, mehrere Lagerstandorte
    Sage X320 bis 5.000 MitarbeitendeSaaS als Standard, auch Private Cloud oder im HausGruppen mit mehreren Gesellschaften, Ländern und Werken

    Die Mitarbeiterzahl ist dabei nur ein grober Anhaltspunkt. Entscheidender ist, welche Prozesse das System abbilden muss und wie Sie es betreiben wollen.

    Was unterscheidet Sage Active von den größeren Systemen?

    Sage Active läuft vollständig im Browser und wird im Monatsabo angeboten. Es deckt den Verkauf vom Angebot bis zur Rechnung ab, bietet eine KI-gestützte Belegerfassung für Eingangsrechnungen und eine komplette Finanzbuchhaltung.

    Für Händler mit eigenem Lager gibt es klare Grenzen: Sage Active hat laut Vergleichsseite kein Lager, kein Bestellwesen und keine Variantenartikel. E-Rechnungen können empfangen werden, der Versand war laut Sage zum Stand der Seite „in Kürze“ angekündigt. Wer einen Onlineshop betreibt, kann Sage Active mit Shop-Anbindung nutzen. Aufträge aus Shopify, Shopware oder Marktplätzen werden dann übernommen, unklare Fälle landen in einer Klärliste.

    Wann ist Sage 100 die passende Wahl?

    Sage 100 ist eine Windows-Software, die im eigenen Haus oder gehostet bei Cloud-Partnern betrieben wird. Laut Sage ist sie keine reine Cloud-Lösung. Sie eignet sich für Unternehmen, die Warenwirtschaft und Rechnungswesen in einem System führen und ihre Daten unter eigener Kontrolle halten wollen.

    Wichtig für die Lizenzplanung: Sage 100 wird heute zur Miete angeboten (Connected). Die frühere Kauflizenz „Desktop“ befindet sich seit dem 1. Januar 2025 im Extended Support und erhält keine Updates mehr. Wer noch mit einer Desktop-Lizenz arbeitet, sollte den Wechsel auf Connected einplanen. Das Komfortpaket E-Rechnung etwa steht nur mit einem aktuellen Release zur Verfügung.

    Wann spielt Sage Operations seine Stärken aus?

    Sage Operations, früher Sage Distribution and Manufacturing Operations (SDMO), ist ein cloud-natives ERP für Handel und diskrete Fertigung. Es bietet Beschaffung mit Bestellvorschlägen, Bestandsmanagement über mehrere Standorte sowie Mehrsprachigkeit und Mehrwährung. Stücklisten und Fertigungsstatus kommen über das optionale Modul „Manufacturing Operations“ hinzu. Updates und Backups übernimmt Sage.

    Der wichtigste Unterschied zu Sage 100: Sage Operations hat keine eigene Finanzbuchhaltung. Buchungen werden per Import in Sage 100 Rechnungswesen übergeben oder als DATEV-Export im CSV-Format ausgegeben. Was das im Alltag bedeutet, beschreibt der Beitrag Sage 100 oder Sage Operations: Was ist der Unterschied?

    Variantenartikel gibt es weder in Sage Operations noch in Sage Active. Wer im Shop Varianten wie Größen und Farben anbietet, kann sie über intellicon Commerce abbilden. Commerce kombiniert die einzelnen Artikel (SKUs) im jeweiligen Shopsystem zu einem Variantenprodukt.

    Wann braucht ein Unternehmen Sage X3?

    Sage X3 ist für Unternehmensgruppen gedacht, die mehrere Gesellschaften, Länder oder Werke in einem System führen. Es unterstützt diskrete, Prozess- und Mischfertigung sowie Konsolidierung und Intercompany-Prozesse. Nach Angabe von Sage ist es in über 80 Ländern im Einsatz.

    Standard ist der Betrieb als SaaS, möglich sind auch eine Private Cloud oder die Installation im eigenen Haus. Funktionen, Branchen und den Ablauf einer Einführung beschreibt die Seite Sage X3 für Gruppen mit mehreren Gesellschaften und Werken. Ob Ihr Unternehmen schon an diesem Punkt angekommen ist, behandelt der Beitrag Wann ist Sage X3 die richtige Wahl?

    Wie treffen Sie die Entscheidung Schritt für Schritt?

    Eine gute ERP-Auswahl beginnt nicht mit Funktionslisten, sondern mit Ihren eigenen Abläufen. Diese fünf Schritte helfen bei der Einordnung:

    1. Prozesse aufschreiben: Welche Abläufe muss das ERP tragen, etwa Lager, Bestellwesen, Fertigung, Varianten oder mehrere Gesellschaften?
    2. Betriebsart festlegen: Soll das System in der Cloud laufen, im eigenen Haus oder bei einem Hosting-Partner?
    3. Finanzbuchhaltung klären: Soll sie im ERP liegen, in einem separaten Rechnungswesen oder beim Steuerberater in DATEV?
    4. Wachstum einplanen: Wie viele Mitarbeitende, Standorte und Länder erwarten Sie in den nächsten Jahren?
    5. Schnittstellen prüfen: Welche Shops, Marktplätze, Versanddienstleister und Banken müssen angebunden werden?

    Auf der Vergleichsseite von intellicon gibt es zusätzlich eine Entscheidungshilfe mit fünf Fragen, die zu einer ersten Empfehlung führt.

    Worauf sollten Sie beim Vergleich achten?

    • Größenangaben sind Richtwerte. Ein kleines Unternehmen mit komplexer Fertigung kann mehr System brauchen als ein größeres Handelsunternehmen mit einfachen Abläufen.
    • Herstellerangaben aktuell prüfen. Funktionen wie Sage Copilot, den es laut Sage in Sage Active, Sage Operations und Sage X3 gibt, entwickeln sich laufend weiter. Lassen Sie sich den aktuellen Stand zeigen.
    • Finanzbuchhaltung nicht vergessen. Bei Sage Operations brauchen Sie eine Lösung für die Buchhaltung außerhalb des Systems.
    • Wechselwege kennen. Ein späterer Umstieg ist möglich, etwa von Sage Active zu Sage 100 oder Sage Operations, von Sage 100 zu Sage Operations oder von beiden zu Sage X3. intellicon übernimmt die Daten nach eigener Angabe über eine eigene Schnittstelle, geprüft und mit Protokoll.

    Neben den vier Systemen gibt es weitere Sage-Produkte wie Sage 50 oder die Finanzlösung Sage Intacct. Sie sind nicht Gegenstand dieses Vergleichs.

    Häufige Fragen

    Welches Sage ERP eignet sich für kleine Unternehmen?

    Für 1 bis 20 Mitarbeitende empfiehlt intellicon Sage Active. Es läuft im Browser und deckt Verkauf und Finanzbuchhaltung ab, hat aber kein Lager, kein Bestellwesen und keine Variantenartikel. Wer ein Lager führt, sollte Sage 100 oder Sage Operations prüfen.

    Ist Sage 100 eine Cloud-Lösung?

    Laut Sage ist Sage 100 keine reine Cloud-Lösung. Sie ist eine Windows-Software, die im eigenen Haus oder gehostet bei Cloud-Partnern läuft. Lizenziert wird sie heute zur Miete (Connected).

    Hat Sage Operations eine Finanzbuchhaltung?

    Nein, Sage Operations hat keine eigene Finanzbuchhaltung. Buchungen werden per Import in Sage 100 Rechnungswesen übergeben oder als DATEV-Export im CSV-Format ausgegeben.

    Kann ich später von einem Sage ERP auf ein anderes wechseln?

    Ja. Typische Wechselpfade sind Sage Active zu Sage 100 oder Sage Operations, Sage 100 zu Sage Operations sowie Sage 100 oder Sage Operations zu Sage X3. intellicon übernimmt die Daten nach eigener Angabe über eine eigene Schnittstelle mit Protokoll.

    Wenn Sie die Systeme an Ihren eigenen Abläufen messen wollen, hilft die Entscheidungshilfe auf der Seite Sage ERP-Systeme im Vergleich. Für eine persönliche Einschätzung können Sie eine kostenlose Erstberatung (30 Minuten) buchen und dort klären, welches System zu Ihren Prozessen passt.