Kategorie: E-Commerce & Commerce

Onlineshops, Marktplätze und B2B-Portale sauber an die Warenwirtschaft anbinden – mit intellicon Commerce und der Multi-Shop-Schnittstelle.

  • Sage Shop abgekündigt: Alternativen und Umzug ohne SEO-Verlust

    Sage Shop abgekündigt: Alternativen und Umzug ohne SEO-Verlust

    Viele Sage-100-Anwender mit Sage Shop haben Post von Sage bekommen: Der Sage Shop auf Basis von ePages wird abgekündigt, die Verträge werden gekündigt. Damit stellt sich eine Frage, die man sich bei einem laufenden Shop ungern stellt: Wohin jetzt, und wie zieht man um, ohne Umsatz und Sichtbarkeit bei Google zu verlieren?

    Kurz gesagt: Sage hat den ePages-basierten Sage Shop abgekündigt. Sage-100-Anwender haben im Wesentlichen vier Wege: Wechsel zu Shopify, zu Shopware 6, zu WooCommerce oder Verbleib bei ePages mit einer neuen Anbindung an die Sage 100. Für einen Umzug ohne SEO-Verlust sind eine vollständige Datenübernahme, eine Weiterleitungsliste von alten auf neue Adressen und idealerweise ein Parallelbetrieb entscheidend.

    Was bedeutet die Abkündigung des Sage Shops?

    Nach Angaben von intellicon hat Sage den ePages-basierten Sage Shop abgekündigt und die bestehenden Verträge gekündigt. Hintergründe beschreibt der Beitrag zum Support-Ende für den Sage 100 ePages Shop. Für Händler heißt das: Der bisherige Weg, Shop und Sage 100 aus einer Hand zu beziehen, endet.

    Die konkreten Termine stehen im Kündigungsschreiben von Sage. Pauschale Daten für alle Kunden gibt es nicht, deshalb sollten Sie das Schreiben zuerst heraussuchen und die für Sie geltenden Fristen notieren. Davon hängt ab, wie viel Zeit für Auswahl, Einrichtung und Test bleibt.

    Welche Alternativen haben Sage-100-Anwender?

    intellicon beschreibt vier Wege. Alle setzen voraus, dass der neue oder bestehende Shop wieder sauber mit der Sage 100 verbunden wird:

    WegWas das bedeutetFür wen er naheliegt
    ShopifyGemieteter Cloud-Shop, Betrieb und Updates übernimmt der Anbieter.Händler, die sich nicht um Server und Updates kümmern möchten.
    Shopware 6Shopsystem, das selbst oder bei einem Dienstleister betrieben werden kann und viel Gestaltungsspielraum bietet.Händler mit umfangreichem Sortiment oder besonderen Anforderungen, auch im B2B.
    WooCommerceShop-Erweiterung für WordPress.Unternehmen, die bereits mit WordPress arbeiten und Inhalte und Shop zusammenführen möchten.
    Bei ePages bleibenDer Shop läuft weiter bei ePages, die Anbindung an die Sage 100 übernimmt dann intellicon.Händler, die mit ihrem Shop zufrieden sind und keinen Systemwechsel wollen.

    Die Spalte „Für wen er naheliegt“ ist eine grobe Orientierung, keine Empfehlung im Einzelfall. Entscheidend sind Ihr Sortiment, Ihre Kunden, Ihr Budget und die Frage, wer den Shop künftig betreut.

    Wie bleibt der Shop mit der Sage 100 verbunden?

    Für Shopify, Shopware 6 und WooCommerce bietet intellicon die Multi-Shop-Schnittstelle für Sage 100 an. Laut Anbieter werden Artikel in der Sage 100 gepflegt und mit Attributen, Bildern und Datenblättern in den Shop übertragen. Aufträge kommen als Sage-Belege zurück, Kunden werden mit Dublettenprüfung angelegt, Bestände, Preise und Status werden abgeglichen.

    Wer im Shop Geschäftskunden bedient, sollte auch an kundenindividuelle Preise denken. Dafür gibt es die B2B-Suite für Sage 100 und Shopware oder Shopify mit kundenindividuellen Preisen, Rabatten und Produktberechtigungen. Wenn Ihr Shop vor allem Stammkunden für Nachbestellungen dient, kann auch ein reines Bestellportal eine Option sein, wie im Beitrag B2B-Bestellportal einrichten beschrieben.

    Wie gelingt der Umzug ohne SEO-Verlust?

    Bei einem Shopwechsel ändern sich fast immer die Adressen der Seiten. Google kennt aber nur die alten Adressen. Werden sie nicht weitergeleitet, landen Besucher auf Fehlerseiten, und über Jahre aufgebaute Rankings gehen verloren. Diese Schritte haben sich bewährt:

    1. Bestand erfassen: alle bisherigen Adressen von Artikeln, Kategorien und Inhaltsseiten exportieren, auch die besonders häufig besuchten.
    2. Daten übernehmen: Artikel, Texte, Bilder und Kunden aus dem ePages-Shop in das neue System übertragen.
    3. Weiterleitungsliste anlegen: jeder alten Adresse eine passende neue zuordnen und dauerhaft (Statuscode 301) weiterleiten.
    4. Inhalte erhalten: Seitentitel, Beschreibungen und Produkttexte möglichst übernehmen statt neu zu schreiben.
    5. Parallel testen: den neuen Shop mit Sage-100-Anbindung durchspielen, bevor der alte abgeschaltet wird.
    6. Nach dem Wechsel beobachten: in der Google Search Console auf Fehlerseiten und Einbrüche achten und die Liste nachbessern.

    Nach Angabe von intellicon gehören Datenübernahme aus dem ePages-Shop, eine Weiterleitungsliste von alt nach neu und ein möglicher Parallelbetrieb zur Wechselbegleitung. Gerade der Parallelbetrieb nimmt Druck aus dem Projekt, weil der alte Shop weiterverkauft, bis der neue sicher läuft.

    Worauf sollten Sie bei der Planung achten?

    Der häufigste Fehler ist Zeitdruck. Wer erst kurz vor Vertragsende beginnt, hat keinen Spielraum für Tests und landet bei Kompromissen. Planen Sie die Auswahl des Shopsystems, die Einrichtung der Anbindung und den Test mit echten Aufträgen als getrennte Schritte.

    • Fristen aus dem Kündigungsschreiben von Sage notieren.
    • Anforderungen sammeln: Sortiment, Varianten, B2B-Preise, Zahlarten, Versand.
    • Klären, wer den neuen Shop betreibt und pflegt.
    • Vorhandene Anpassungen und Sonderfunktionen des alten Shops auflisten.
    • Zeit für Datenübernahme, Weiterleitungen und Testbestellungen einplanen.

    Seien Sie außerdem realistisch: Ein neuer Shop sieht anders aus und bedient sich anders. Auch bei sorgfältigen Weiterleitungen kann es nach dem Wechsel eine Zeit dauern, bis sich die Rankings stabilisieren. Eine Garantie, dass jede Position erhalten bleibt, kann niemand seriös geben. Gute Vorbereitung senkt das Risiko aber deutlich.

    Häufige Fragen

    Bis wann kann ich den Sage Shop noch nutzen?

    Die konkreten Termine stehen im Kündigungsschreiben, das Sage an die Vertragskunden verschickt hat. Pauschale Daten für alle Kunden gibt es nicht. Prüfen Sie daher Ihr Schreiben und planen Sie den Umzug mit ausreichend Vorlauf.

    Kann ich bei ePages bleiben?

    Ja, das ist einer der vier Wege. Der Shop läuft dann weiter bei ePages, und intellicon übernimmt die Anbindung an die Sage 100. Ob das sinnvoll ist, hängt davon ab, wie zufrieden Sie mit Ihrem bisherigen Shop sind.

    Welche Shopsysteme lassen sich an die Sage 100 anbinden?

    Für den Wechsel nennt intellicon Shopify, Shopware 6 und WooCommerce. Die Multi-Shop-Schnittstelle unterstützt laut Anbieter darüber hinaus weitere Systeme wie OXID eSales, Adobe Commerce (Magento) und PlentyOne.

    Wie vermeide ich, dass meine Google-Rankings einbrechen?

    Entscheidend ist eine vollständige Weiterleitungsliste, die jede alte Adresse dauerhaft auf die passende neue Seite umleitet. Übernehmen Sie Texte und Seitentitel möglichst unverändert und beobachten Sie nach dem Wechsel die Google Search Console. Ein Parallelbetrieb gibt Zeit zum Testen.

    Einen Überblick über die Wechselwege und die Begleitung durch intellicon finden Sie auf der Seite Sage Shop abgekündigt: Alternativen und Wechsel. Wenn Sie Ihre Situation besprechen möchten, buchen Sie eine kostenlose Erstberatung von 30 Minuten.

  • Was kostet E-Commerce-Automatisierung? Basis, Module, Einrichtung

    Was kostet E-Commerce-Automatisierung? Basis, Module, Einrichtung

    Wer Bestellungen aus Shop und Marktplatz bis zum Versand automatisieren möchte, stellt früh die Frage nach dem Budget. Oft ist die Antwort ein vages „kommt darauf an“, weil Schnittstellenprojekte individuell kalkuliert werden.

    Dieser Beitrag zeigt am Beispiel von intellicon Commerce, aus welchen Bausteinen sich die Kosten zusammensetzen, und rechnet zwei typische Konstellationen durch. Alle Preise stammen von der öffentlichen Preisseite, Stand Oktober 2026, netto zuzüglich Umsatzsteuer.

    Kurz gesagt: E-Commerce-Automatisierung mit intellicon Commerce kostet ein Basissystem ab 149 € im Monat plus 1.490 € einmalig, dazu Module für jeden angebundenen Shop, Carrier, das ERP und weitere Funktionen, jeweils mit Monatspreis und einmaliger Einrichtungspauschale. Eine Konstellation mit einem Shop, einem Versanddienstleister und einem ERP liegt nach Listenpreisen bei 336 € im Monat und 4.260 € einmalig. Die Einmalpauschalen decken laut Anbieter Einrichtung, Schulung und Onboarding ab.

    Aus welchen Bausteinen setzen sich die Kosten zusammen?

    Das Preismodell hat zwei Ebenen. Das Basissystem ist die Plattform, auf der die Abläufe laufen; es richtet sich nach der Zahl der Bestellungen und Benutzer. Die Module verbinden die Systeme, die Sie tatsächlich nutzen: Shops, Versanddienstleister, ERP, Buchhaltung, Lager.

    Beide Ebenen haben einen Monatspreis und eine einmalige Pauschale. Die Module sind laut Preisseite monatlich zubuchbar. Sie können also klein anfangen und später erweitern, etwa wenn ein zweiter Shop oder ein Retourenportal hinzukommt.

    Was kostet das Basissystem?

    PaketUmfangmonatlicheinmalig
    Starterbis 1.000 Bestellungen im Monat, 3 Benutzer149 €1.490 €
    Businessbis 5.000 Bestellungen im Monat, 10 Benutzer349 €2.490 €
    Scaleunbegrenzte Bestellungen, mit SLA690 €3.990 €

    Für die Wahl des Pakets zählt vor allem das Bestellvolumen in Spitzenmonaten. Wer im Weihnachtsgeschäft regelmäßig über 1.000 Bestellungen im Monat kommt, sollte das bei der Planung berücksichtigen.

    Welche Module gibt es, und was kosten sie?

    Die folgende Übersicht nennt alle Module laut Preisen und Investitionsrechner von intellicon Commerce:

    Modulmonatlicheinmalig
    Shop-Connector (je Shop)49 €490 €
    Marktplatz-Connector89 €690 €
    Versand-Carrier (je Carrier)39 €290 €
    Logistik-/Fulfillment-Center99 €990 €
    Dropshipping-Lieferant69 €490 €
    Lager mit Scannerab 149 €490 €
    Retourenportal99 €790 €
    ERP-Connector99 €1.990 €
    DATEV/Fibu-Export59 €490 €
    B2B-Portalab 149 €990 €
    CRM-Connector49 €490 €
    Vertriebsinnendienst-KI (je Mitarbeiter)349 €4.800 € pauschal

    Bei Lager mit Scanner und B2B-Portal steigt der Monatspreis mit der Zahl der Geräte beziehungsweise Portal-Benutzer. Details dazu finden Sie in den Beiträgen zu B2B-Bestellportalen und zum Lager mit Handscanner.

    Was kostet eine typische Konstellation? Zwei Rechenbeispiele

    Die folgenden Beispiele sind reine Rechnungen auf Basis der Listenpreise. Sie ersetzen kein Angebot, zeigen aber die Größenordnung.

    Beispiel 1: ein Shop, ein Carrier, ein ERP

    • Basissystem Starter: 149 € monatlich, 1.490 € einmalig
    • Shop-Connector: 49 € monatlich, 490 € einmalig
    • Versand-Carrier: 39 € monatlich, 290 € einmalig
    • ERP-Connector: 99 € monatlich, 1.990 € einmalig
    • Summe: 336 € monatlich und 4.260 € einmalig, im ersten Jahr also 8.292 €

    Beispiel 2: wachsender Händler mit Lager und Retouren

    • Basissystem Business: 349 € monatlich, 2.490 € einmalig
    • Shop-Connector: 49 € monatlich, 490 € einmalig
    • Versand-Carrier: 39 € monatlich, 290 € einmalig
    • ERP-Connector: 99 € monatlich, 1.990 € einmalig
    • DATEV/Fibu-Export: 59 € monatlich, 490 € einmalig
    • Lager mit Scanner (bis 5 Geräte): 149 € monatlich, 490 € einmalig
    • Retourenportal: 99 € monatlich, 790 € einmalig
    • Summe: 843 € monatlich und 7.030 € einmalig, im ersten Jahr also 17.146 €

    Nicht enthalten sind eigene Kosten, etwa für Handscanner-Hardware, Shop-Lizenzen oder das ERP selbst.

    Wie unterscheidet sich das von einem klassischen Schnittstellenprojekt?

    Klassische Schnittstellenprojekte werden meist einzeln kalkuliert. intellicon nennt dafür auf seiner Seite zum kostenlosen Erstgespräch eigene Richtwerte: Eine Shop-Anbindung an Sage 100 „fängt im niedrigen fünfstelligen Bereich an“, komplexe EDI- oder Multi-Shop-Szenarien bewegen sich bei „mittleren fünfstelligen Investitionen“. Die Amortisation liege „in der Regel zwischen 6 und 18 Monaten“, gearbeitet werde mit Festpreisen.

    Das Modell von Commerce verschiebt die Kosten stärker in einen planbaren Monatsbetrag mit überschaubarer Einmalpauschale. Welcher Weg besser passt, hängt davon ab, wie individuell Ihre Abläufe sind und wie tief die Anbindung in die Warenwirtschaft reichen muss. Den Ansatz einer Automatisierungsschicht über dem bestehenden ERP erklärt der Beitrag Shop, ERP und Versand automatisieren, ohne das ERP zu wechseln.

    Worauf sollten Sie bei der Kalkulation achten?

    Eine Preisliste beantwortet nicht jede Frage. Prüfen Sie vor der Entscheidung diese Punkte:

    • Connector-Umfang je ERP: Angebunden werden laut Anbieter unter anderem Sage 100, Sage Operations, Sage X3, Sage Active, Lexware Office, Odoo, Xentral und sevDesk. Was ein Connector im Einzelnen überträgt, ist je System unterschiedlich.
    • Marktplätze: Die Preisseite führt einen Marktplatz-Connector, die Funktionsseite nennt Amazon und eBay dagegen als „folgen“. Klären Sie die Verfügbarkeit für Ihren Marktplatz vor der Planung.
    • Spitzenvolumen: Das Basissystem richtet sich nach Bestellungen pro Monat. Planen Sie mit Ihrem stärksten Monat, nicht mit dem Durchschnitt.
    • Interne Zeit: Zuordnungen von Steuerklassen, Einheiten, Zahlarten und Lieferanten werden einmal festgelegt. Dafür braucht es jemanden im Haus, der die eigenen Daten kennt.
    • Förderung: Für Digitalisierungsprojekte gibt es KfW-Förderkredite. Die Konditionen sollten Sie direkt bei der KfW oder Ihrer Hausbank prüfen, der Antrag erfolgt vor Projektbeginn.

    Häufige Fragen zu den Kosten

    Was kostet E-Commerce-Automatisierung mit intellicon Commerce mindestens?

    Das Basissystem Starter kostet 149 € im Monat plus 1.490 € einmalig, netto. Für eine nutzbare Automatisierung kommen Module hinzu, etwa ein Shop-Connector, ein Versand-Carrier und ein ERP-Connector; nach Listenpreisen ergibt das 336 € im Monat und 4.260 € einmalig.

    Was ist in der Einmalpauschale enthalten?

    Laut Preisseite deckt die Einmalpauschale Einrichtung, Schulung und Onboarding ab. Sie fällt für das Basissystem und für jedes gebuchte Modul an.

    Kann ich Module später hinzubuchen?

    Ja, die Module sind laut Preisseite monatlich zubuchbar. Sie können mit wenigen Connectoren starten und zum Beispiel ein Retourenportal oder ein Lager mit Scanner später ergänzen.

    Ist das günstiger als ein individuelles Schnittstellenprojekt?

    Das hängt vom Umfang ab. intellicon nennt für eine klassische Shop-Anbindung an Sage 100 einen Einstieg im niedrigen fünfstelligen Bereich; Commerce verteilt die Kosten stärker auf einen Monatsbetrag. Bei sehr individuellen Abläufen kann ein klassisches Projekt dennoch der passendere Weg sein.

    Wie geht es weiter?

    Ihre eigene Konstellation können Sie mit dem Investitionsrechner auf der Seite Preise von intellicon Commerce durchspielen; was die einzelnen Module leisten, zeigt die Übersicht zu intellicon Commerce. Wenn Sie wissen möchten, welche Module Sie wirklich brauchen, buchen Sie eine kostenlose Erstberatung (30 Minuten).

  • HubSpot mit Warenwirtschaft verbinden: Aufträge live im CRM sehen

    HubSpot mit Warenwirtschaft verbinden: Aufträge live im CRM sehen

    In vielen Unternehmen arbeitet der Vertrieb in HubSpot, während Kundennummern, Umsätze und Aufträge in der Warenwirtschaft liegen. Vor jedem Kundentermin wird deshalb im ERP nachgeschaut oder im Innendienst angerufen: Was hat der Kunde zuletzt bestellt? Ist die Lieferung schon raus?

    Diese Rückfragen kosten auf beiden Seiten Zeit. Die naheliegende Frage lautet: Wie bekommt der Außendienst die Auftragsdaten dorthin, wo er ohnehin arbeitet?

    Kurz gesagt: HubSpot lässt sich über intellicon Commerce mit der Warenwirtschaft verbinden: Firmen und Ansprechpartner werden stündlich aus dem ERP nach HubSpot übertragen, ergänzt um Kennzahlen wie Umsatz im laufenden Jahr und Vorjahr, Anzahl der Aufträge und letzten Auftrag. Eine Karte in HubSpot zeigt Aufträge, Status und Belege live aus Commerce, und der Außendienst kann direkt aus HubSpot bestellen. Die Warenwirtschaft bleibt dabei führend für Stammdaten; HubSpot überschreibt sie nicht.

    Warum reicht ein einfacher Datenabgleich zwischen HubSpot und ERP nicht aus?

    Ein einmaliger Import von Kundendaten nach HubSpot veraltet schnell. Neue Kunden fehlen, Anschriften ändern sich, und Umsätze stehen im CRM nur so aktuell wie der letzte Export. Wer zusätzlich Aufträge nach HubSpot kopiert, hat bald zwei Datenstände, die auseinanderlaufen.

    Sinnvoller ist eine klare Aufgabenteilung: Die Warenwirtschaft bleibt das führende System für Kundenstammdaten und Aufträge. HubSpot erhält, was der Vertrieb zum Arbeiten braucht, und zeigt den Rest live an, statt ihn zu kopieren.

    Welche Daten aus der Warenwirtschaft erscheinen in HubSpot?

    Der Anwendungsfall HubSpot mit Warenwirtschaft und B2B-Portal verbinden beschreibt drei Ebenen:

    WasWie es nach HubSpot kommtAktualität
    Firmen und Ansprechpartneraus der Warenwirtschaft übertragen und miteinander verknüpftstündlich
    Kennzahlen an der Firma: Umsatz laufendes Jahr und Vorjahr, Anzahl Aufträge, letzter Auftrag, Kundennummerdirekt an der Firma in HubSpotstündlich
    Aufträge, Status und BelegeKarte „intellicon Commerce“, Daten werden nicht nach HubSpot kopiertlive aus Commerce

    Der Unterschied zwischen der zweiten und dritten Zeile ist gewollt. Kennzahlen stehen direkt an der Firma in HubSpot, sodass der Vertrieb sie vor einem Termin auf einen Blick sieht. Aufträge und Belege werden dagegen nur angezeigt, damit es keinen zweiten, veraltenden Datenstand gibt.

    Wie bestellt der Außendienst direkt aus HubSpot?

    Über die Karte in HubSpot kann der Außendienst eine Bestellung anlegen. Laut Anwendungsfall läuft das so ab:

    1. Der Außendienst öffnet im CRM die Firma und die Karte „intellicon Commerce“.
    2. Als Vorschlag erscheinen die zuletzt bestellten Artikel des Kunden, die übernommen oder angepasst werden.
    3. Die Bestellung erhält eine Nummer aus einem eigenen Nummernkreis, sodass sie als Außendienstbestellung erkennbar ist.
    4. Je nach Einstellung gibt der Innendienst die Bestellung frei oder sie wird direkt an die Warenwirtschaft übergeben.

    Die Freigabe durch den Innendienst ist ein sinnvoller Zwischenschritt für den Start. Wenn die Abläufe eingespielt sind, kann auf direkte Übergabe umgestellt werden. Damit bleibt die Entscheidung beim Menschen, wo sie gebraucht wird, und entfällt, wo sie nur Routine ist.

    Wer ist führend: HubSpot oder die Warenwirtschaft?

    Diese Frage sollte vor jedem Integrationsprojekt beantwortet sein. Im beschriebenen Anwendungsfall ist die Regel eindeutig: Die Warenwirtschaft bleibt führend für Name, Anschrift und Kundennummer. HubSpot überschreibt diese Daten nicht zurück.

    Für die Praxis heißt das: Eine geänderte Anschrift wird in der Warenwirtschaft gepflegt und kommt mit dem nächsten stündlichen Abgleich in HubSpot an. Notizen, Aktivitäten und Vertriebschancen pflegt der Vertrieb weiterhin wie gewohnt in HubSpot.

    Welche Voraussetzungen gibt es?

    • intellicon Commerce als Automatisierungsschicht mit einem ERP-Connector zu Ihrer Warenwirtschaft. Der Connector-Umfang ist je ERP unterschiedlich und sollte vorab geklärt werden.
    • CRM-Connector für HubSpot (laut Preisseite 49 € im Monat plus 490 € einmalig, netto).
    • Keine kostenpflichtige HubSpot-Lizenz ist laut Anwendungsfall für die Anbindung nötig.
    • Gepflegte Stammdaten in der Warenwirtschaft, denn sie sind die Quelle für das, was der Vertrieb in HubSpot sieht.

    Vor dem Start lohnt ein Blick auf den Datenbestand in HubSpot. Wenn dort Firmen bereits mehrfach oder unter abweichenden Namen angelegt sind, sollten diese Dubletten vorher bereinigt werden. Sonst ist später unklar, an welchem Datensatz die Kennzahlen aus der Warenwirtschaft hängen und wo der Vertrieb seine Notizen pflegt.

    Die übrigen Kosten für Basissystem und ERP-Connector finden Sie auf der Seite Preise und Investitionsrechner von intellicon Commerce.

    Worauf sollten Sie achten? Die ehrlichen Grenzen

    • Stündlich, nicht sofort: Firmen, Ansprechpartner und Kennzahlen werden stündlich übertragen. Eine im ERP angelegte Neukundin erscheint also nicht in derselben Minute in HubSpot. Aufträge und Status in der Karte sind dagegen live.
    • Mobile Nutzung offen: Ob die Karte in der HubSpot-App auf dem Smartphone funktioniert, ist laut Anwendungsfall noch nicht belegt. Wer den Außendienst vor allem mobil arbeiten lässt, sollte das vorab testen.
    • Nur HubSpot: Andere CRM-Systeme sind laut Anbieter noch nicht angebunden; „weitere CRM folgen“.
    • Keine Rückschreibung von Stammdaten: Das ist gewollt, bedeutet aber, dass Änderungen an Anschriften nur in der Warenwirtschaft wirksam werden.

    Wie hängen HubSpot-Anbindung und B2B-Portal zusammen?

    Der Anwendungsfall verbindet HubSpot nicht nur mit der Warenwirtschaft, sondern auch mit dem B2B-Portal von intellicon Commerce. Beide Bestellwege gehören zu intellicon Commerce: Geschäftskunden bestellen selbst im Portal, der Außendienst bestellt aus HubSpot. Beachten Sie dabei, dass Portal-Bestellungen derzeit nur bei Sage 100 automatisch an die Warenwirtschaft übergeben werden.

    Was das Portal kann und wo seine Grenzen liegen, beschreibt der Beitrag B2B-Bestellportal einrichten. Wenn zusätzlich viele Bestellungen per E-Mail eingehen, lohnt ein Blick auf Bestellungen aus E-Mails automatisch erfassen.

    Häufige Fragen zur Verbindung von HubSpot und Warenwirtschaft

    Wie oft werden Daten zwischen Warenwirtschaft und HubSpot abgeglichen?

    Firmen, Ansprechpartner und Kennzahlen werden stündlich aus der Warenwirtschaft nach HubSpot übertragen. Aufträge, Status und Belege zeigt die Karte „intellicon Commerce“ dagegen live an, ohne sie nach HubSpot zu kopieren.

    Überschreibt HubSpot Daten in der Warenwirtschaft?

    Nein. Die Warenwirtschaft bleibt führend für Name, Anschrift und Kundennummer, und HubSpot schreibt diese Daten nicht zurück. Änderungen an Stammdaten werden in der Warenwirtschaft gepflegt.

    Brauche ich eine kostenpflichtige HubSpot-Lizenz?

    Laut Anwendungsfall ist für die Anbindung keine kostenpflichtige HubSpot-Lizenz nötig. Auf Seiten von intellicon Commerce fallen Basissystem, ERP-Connector und CRM-Connector an.

    Kann der Außendienst auch aus der HubSpot-App bestellen?

    Das ist laut Anwendungsfall noch nicht belegt. Wer überwiegend mobil arbeitet, sollte die Nutzung in der HubSpot-App vor der Einführung testen.

    Wie geht es weiter?

    Den vollständigen Ablauf beschreibt der Anwendungsfall HubSpot mit Warenwirtschaft und B2B-Portal verbinden; weitere Szenarien finden Sie unter Anwendungsfälle von intellicon Commerce. Ob Ihre Warenwirtschaft und Ihr Vertriebsprozess dazu passen, klären Sie in einer kostenlosen Erstberatung (30 Minuten).

  • Pickfehler vermeiden: Wie ein Handscanner falsche Artikel verhindert

    Pickfehler vermeiden: Wie ein Handscanner falsche Artikel verhindert

    Ein falscher Artikel im Paket fällt meist erst beim Kunden auf. Dann folgen Reklamation, Rücksendung, Ersatzlieferung und im schlechtesten Fall eine negative Bewertung. Häufig liegt die Ursache beim Kommissionieren: Es wurde nach Augenmaß gegriffen, und niemand hat geprüft, ob der Griff stimmt.

    Ein Handscanner setzt genau an dieser Stelle an. Er ersetzt die Sichtprüfung durch eine Prüfung gegen den Auftrag.

    Kurz gesagt: Ein Handscanner verhindert Pickfehler, indem jeder entnommene Artikel per Barcode gegen die offene Auftragsposition geprüft wird. Passt der Artikel nicht oder ist es ein Stück zu viel, meldet das Gerät den Fehler sofort per Ton oder Vibration. Mit einer zusätzlichen Packkontrolle per Scan lässt sich das Paket erst abschließen, wenn alle Positionen stimmen, sodass der falsche Artikel das Lager gar nicht erst verlässt.

    Warum entstehen Pickfehler überhaupt?

    Pickfehler sind selten Nachlässigkeit. Sie entstehen dort, wo Menschen unter Zeitdruck ähnliche Dinge unterscheiden müssen: Varianten in Größe oder Farbe, Artikel mit fast gleicher Verpackung, benachbarte Lagerplätze oder Mengen, die beim Abzählen verrutschen.

    Papierpicklisten oder ein Blick auf den Bildschirm helfen nur begrenzt. Sie sagen, was gegriffen werden soll, prüfen aber nicht, was tatsächlich gegriffen wurde. Genau diese Lücke schließt der Scan.

    Wie verhindert ein Handscanner den falschen Artikel im Paket?

    Das Prinzip ist einfach: Der Scanner kennt den Auftrag. Jeder Scan wird mit den offenen Positionen verglichen, und das Gerät meldet sich sofort, wenn etwas nicht passt. Bei der Lösung Lager mit Handscanner: Picken, Packen, Etikett von intellicon Commerce sieht das laut Produktseite so aus:

    • Fehlerton und Vibration bei einem falschen Artikel oder wenn ein Stück zu viel gescannt wird.
    • Packkontrolle per Scan: Beim Packen wird noch einmal geprüft, was ins Paket kommt.
    • Abschluss erst bei Vollständigkeit: Das Paket lässt sich erst abschließen, wenn alles stimmt.

    Damit entsteht eine doppelte Sicherung. Der erste Scan fängt Fehler am Regal ab, die Packkontrolle fängt ab, was dazwischen verrutscht ist. Der Mitarbeiter muss nichts mehr im Kopf abgleichen, sondern bekommt eine eindeutige Rückmeldung.

    Wie läuft das Kommissionieren mit Scanner Schritt für Schritt ab?

    Der typische Ablauf mit der App intelliMDE auf einem Android-Handscanner umfasst diese Schritte:

    1. Anmelden: Der Mitarbeiter meldet sich per Mitarbeiterausweis an, optional mit PIN.
    2. Picken: Für jede Auftragsposition wird der Artikel am Lagerplatz gescannt. Falsche Artikel oder Übermengen meldet das Gerät sofort.
    3. Packen: Beim Packen werden die Artikel erneut gescannt. Fehlt etwas oder ist etwas zu viel, lässt sich das Paket nicht abschließen.
    4. Gewicht eingeben und Etikett drucken: Das Versandetikett wird über den Versand-Connector erzeugt und über den Android-Druckdienst gedruckt.
    5. Sendungsnummer zurückmelden: Die Sendungsnummer steht danach am Auftrag, sodass Kundenservice und Büro sie direkt sehen.

    Im Büro ist anschließend sichtbar, wer welchen Auftrag gepickt und gepackt hat. Das hilft bei Rückfragen, ohne dass jemand Listen abzeichnen muss.

    Was passiert bei Funklöchern, Inventur und neuen Funktionen?

    Offline im Hochregal

    In vielen Lagern gibt es Ecken ohne stabiles WLAN. Laut Anbieter werden Scans ohne Verbindung gepuffert und später übertragen, ohne dass es zu Doppelzählungen kommt.

    Inventur mit mehreren Geräten

    Die Inventur lässt sich mit mehreren Scannern gleichzeitig durchführen, auch als Blindzählung, bei der der Zählende den Sollbestand nicht sieht. Differenzen werden zum Stichtag gebucht. Wichtig: Die Übertragung der Inventur ins ERP ist laut Produktseite noch nicht enthalten.

    Einrichtung und Updates

    Ein Scanner wird per QR-Code mit Commerce gekoppelt. Neue Funktionen kommen laut Anbieter aus Commerce, ohne dass die App auf jedem Gerät aktualisiert werden muss.

    Welche Hardware wird benötigt?

    Benötigt wird ein Android-Handscanner. Getestet ist laut Produktseite das Gerät Urovo DT50; andere Geräte sind nach Prüfung möglich. Wer bereits Scanner im Einsatz hat, sollte das Modell vor der Entscheidung prüfen lassen.

    Für den Etikettendruck nutzt die App den Android-Druckdienst. Ob Ihr vorhandener Etikettendrucker darüber angesprochen werden kann, gehört deshalb ebenfalls auf die Prüfliste.

    Was kostet ein Lager mit Handscanner?

    Das Modul „Lager mit Scanner“ ist Teil von intellicon Commerce und setzt das Basissystem voraus. Die Preise laut Produktseite, netto zuzüglich Umsatzsteuer, Stand Oktober 2026:

    Anzahl Scannermonatlicheinmalig
    bis 5149 €490 € Einrichtung
    bis 20289 €490 € Einrichtung
    bis 50499 €490 € Einrichtung

    Für den Etikettendruck wird zusätzlich ein Versand-Connector für den jeweiligen Carrier benötigt. Wie Shop, ERP und Versand insgesamt zusammenspielen, erklärt der Beitrag Shop, ERP und Versand automatisieren, ohne das ERP zu wechseln.

    Worauf sollten Sie achten? Die ehrlichen Grenzen

    Ein Scanner verhindert Pickfehler, ersetzt aber kein vollständiges Lagerverwaltungssystem. Folgende Punkte sind laut Produktseite noch nicht enthalten:

    • Kein Sammelpick und keine Laufwegoptimierung: Aufträge werden also nicht in einem Rundgang gebündelt. Wer viele Kleinaufträge in einem Rundgang bündeln möchte, sollte das berücksichtigen.
    • Keine Inventurübertragung ins ERP: Die Inventur läuft auf dem Scanner, die Übergabe der Ergebnisse an die Warenwirtschaft ist noch nicht Bestandteil.
    • Gerätewahl: Getestet ist der Urovo DT50; andere Modelle nur nach Prüfung.

    Wichtig ist außerdem eine saubere Datengrundlage. Der Scan funktioniert nur, wenn jeder Artikel einen eindeutigen Barcode trägt und dieser im System hinterlegt ist. Gerade bei Varianten lohnt es sich, das vor dem Start zu prüfen.

    Nicht zu verwechseln ist intelliMDE mit der mobilen Datenerfassung für Sage 100 mit Fusion+ MDE. Dabei handelt es sich um eine Partnerlösung von Hiltop Consulting, die in Echtzeit über den Sage-Applikationsserver mit der Sage 100 arbeitet. Wer ausschließlich mit Sage 100 und dem eigenen Versandplatz arbeitet, findet im Beitrag Versandetiketten direkt aus der Sage 100 einen weiteren Weg.

    Häufige Fragen zu Handscannern im Lager

    Wie erkennt der Scanner einen falschen Artikel?

    Der Scanner vergleicht jeden gescannten Barcode mit den offenen Positionen des Auftrags. Passt der Artikel nicht oder wird ein Stück zu viel gescannt, meldet das Gerät den Fehler per Ton oder Vibration.

    Funktioniert der Scanner auch ohne WLAN?

    Laut Anbieter werden Scans ohne Verbindung gepuffert und übertragen, sobald wieder Netz besteht. Doppelzählungen sollen dabei nicht entstehen.

    Welches Gerät brauche ich?

    Einen Android-Handscanner mit der App intelliMDE. Getestet ist der Urovo DT50; andere Geräte sind nach Prüfung möglich.

    Unterstützt die Lösung Sammelpick oder Laufwegoptimierung?

    Nein, beides ist laut Produktseite noch nicht enthalten. Auch die Übertragung von Inventurergebnissen ins ERP ist noch kein Bestandteil.

    Wie geht es weiter?

    Wenn Sie wissen möchten, ob ein Scanner-Lager zu Ihren Abläufen passt, finden Sie die Details auf der Seite Lager mit Handscanner und den Gesamtüberblick bei intellicon Commerce. Gerätefrage, Barcodes und Anbindung klären Sie am schnellsten in einer kostenlosen Erstberatung (30 Minuten).

  • B2B-Bestellportal einrichten: So bestellen Geschäftskunden selbst

    B2B-Bestellportal einrichten: So bestellen Geschäftskunden selbst

    Viele Großhändler und B2B-Lieferanten kennen das: Bestellungen kommen per Telefon, Fax oder E-Mail, und ein großer Teil der Anrufe im Innendienst dreht sich um Fragen wie „Wo ist meine Lieferung?“ oder „Können Sie mir die Rechnung noch einmal schicken?“. Ein B2B-Bestellportal soll genau diese Routine aus dem Tagesgeschäft nehmen.

    Doch wie richtet man ein solches Portal ein, ohne ein großes Shop-Projekt zu starten? Und was sollte man vorher über die Grenzen wissen?

    Kurz gesagt: Ein B2B-Bestellportal ist ein geschützter Bestellbereich unter Ihrem eigenen Namen, in dem Geschäftskunden mit Login Artikel mit Nettopreis und Bestand sehen, per Artikelnummer oder Excel-Liste bestellen und Auftragsstatus sowie Belege abrufen. Entscheidend ist die Anbindung an die Warenwirtschaft, damit Preise, Bestände und Aufträge nicht doppelt gepflegt werden. Mit dem B2B-Portal von intellicon Commerce sind dafür vor allem Zuordnungen, Rollen und Ihr Erscheinungsbild festzulegen; kundenindividuelle Preise sind dort derzeit noch nicht enthalten.

    Was ist ein B2B-Bestellportal, und worin unterscheidet es sich von einem Onlineshop?

    Ein Onlineshop richtet sich meist an Endkunden: offene Preise, Warenkorb, Bezahlung beim Kauf. Ein B2B-Bestellportal dagegen ist ein geschlossener Bereich für bekannte Geschäftskunden. Wer bestellt, hat ein Kundenkonto, bestellt meist auf Rechnung und kennt oft schon die Artikelnummern.

    Daraus ergeben sich andere Anforderungen. Geschäftskunden wollen schnell nachbestellen, nicht stöbern. Sie wollen sehen, was mit ihren Aufträgen passiert, und Belege selbst herunterladen. Und im Einkauf, in der Buchhaltung und im Lager des Kunden arbeiten verschiedene Personen mit unterschiedlichen Rechten.

    Welche Funktionen braucht ein B2B-Bestellportal im Alltag?

    Aus Sicht des Innendienstes zählt vor allem, welche Rückfragen das Portal überflüssig macht. Das B2B-Bestellportal für Geschäftskunden von intellicon Commerce bietet laut Produktseite unter anderem diese Funktionen:

    • Schnellbestellung per Artikelnummer oder Excel-Liste sowie erneutes Bestellen einer früheren Bestellung mit einem Klick.
    • Aufträge mit Status und Versandinformation, Belege als PDF (abhängig von der ERP-Anbindung).
    • Sortiment mit Nettopreis und importiertem Bestand; Artikel im Rückstand bleiben bestellbar.
    • Eigenes Erscheinungsbild mit Logo, Farben und Schriften, damit das Portal unter Ihrem Namen auftritt.
    • Zugänge mit Rollen, etwa für Einkauf, Buchhaltung oder reine Ansicht.

    Gerade die Rollen werden oft unterschätzt. Wenn die Buchhaltung des Kunden Rechnungen selbst abrufen kann, ohne bestellen zu dürfen, entfällt ein typischer Anruf, ohne dass Sie Befugnisse zu weit öffnen.

    Wie richtet man ein B2B-Bestellportal Schritt für Schritt ein?

    Die Einrichtung folgt dem Grundprinzip von intellicon Commerce: Systeme verbinden, Zuordnungen einmal festlegen, danach automatisch abwickeln. Für ein B2B-Portal bietet sich diese Reihenfolge an:

    1. Warenwirtschaft prüfen: Klären Sie, welches ERP angebunden wird und welcher Connector-Umfang dafür verfügbar ist. Davon hängt ab, ob Aufträge automatisch übergeben und Belege angezeigt werden.
    2. Stammdaten vorbereiten: Artikelnummern, Nettopreise, Bestände und Kundenkonten sollten in der Warenwirtschaft sauber gepflegt sein. Das Portal zeigt, was dort steht.
    3. Zuordnungen festlegen: Steuerklassen, Einheiten und Zahlarten werden einmal zwischen Portal und ERP zugeordnet.
    4. Erscheinungsbild einstellen: Logo, Farben und Schriften hinterlegen, damit Ihre Kunden das Portal als Ihr Angebot erkennen.
    5. Zugänge und Rollen anlegen: Pro Kunde festlegen, wer bestellen, wer nur Belege sehen und wer nur lesen darf.
    6. Mit wenigen Kunden starten: Ein Pilot mit einigen Stammkunden zeigt schnell, ob Sortiment, Preise und Bestände so ankommen wie gedacht.
    7. Breit einführen: Erst danach alle Geschäftskunden einladen und den Innendienst darauf vorbereiten, Kunden aktiv auf das Portal hinzuweisen.

    Die einmalige Einrichtungspauschale umfasst laut Preisseite Einrichtung, Schulung und Onboarding. Wie lange das Projekt insgesamt dauert, hängt vor allem vom Zustand der Stammdaten ab.

    Mit welchen Warenwirtschaftssystemen funktioniert das Portal?

    Laut der FAQ zum B2B-Portal gibt es Connectoren für Lexware Office, Odoo, sevDesk, Sage 100, Sage Operations und Xentral. Der Umfang ist je System unterschiedlich, und das ist für die Planung wichtig.

    Die automatische Übergabe einer Portal-Bestellung an die Warenwirtschaft ist derzeit nur für Sage 100 vorgesehen. Bei Lexware Office werden Aufträge nicht übertragen. Bei den übrigen Systemen sollten Sie im Gespräch klären, welche Daten in welche Richtung fließen, bevor Sie Ihren Kunden das Portal ankündigen.

    Worauf sollten Sie achten? Die ehrlichen Grenzen

    Ein Portal entlastet nur dann, wenn es zu Ihrem Preismodell passt. Deshalb gehören die Grenzen an den Anfang der Planung, nicht ans Ende:

    • Nur Standard-Nettopreis: Kundenindividuelle Preise, Rabatte und Staffelpreise sind laut Anbieter „als nächster Ausbau vorgesehen“, aber derzeit nicht enthalten. Wer mit vielen Sonderkonditionen arbeitet, kann das Portal heute nur eingeschränkt nutzen.
    • Kein vollständiges Belegarchiv: Ein komplettes Archiv aller Rechnungen, Lieferscheine und Angebote ist „noch kein Bestandteil“. Belege als PDF hängen von der ERP-Anbindung ab.
    • Auftragsübergabe je ERP verschieden: Automatisch nur bei Sage 100, bei Lexware Office gar nicht.

    Für Sage-100-Anwender, die kundenindividuelle Preise, Rabattlisten oder Produktberechtigungen schon heute brauchen, gibt es einen anderen Weg: die B2B-Suite für Sage 100 und Shopware/Shopify als Zusatzmodul der Multi-Shop-Schnittstelle. Sie setzt einen eigenen Shop voraus und ist damit ein größeres Projekt als ein reines Bestellportal (Sage 100 ab Version 9.0.5).

    Was kostet ein B2B-Bestellportal?

    Die Preise stehen offen auf der Seite Preise und Investitionsrechner von intellicon Commerce. Das B2B-Portal ist ein Modul und setzt das Basissystem voraus. Alle Angaben netto zuzüglich Umsatzsteuer, Stand Oktober 2026:

    Portal-Benutzermonatlicheinmalig
    bis 300149 €990 € Einrichtung
    bis 1.000399 €990 € Einrichtung
    bis 5.000899 €990 € Einrichtung
    über 5.000auf Anfrageauf Anfrage

    Hinzu kommen das Basissystem (ab 149 € im Monat plus 1.490 € einmalig) und in der Regel ein ERP-Connector (99 € im Monat plus 1.990 € einmalig). Eine vollständige Aufstellung aller Module finden Sie im Beitrag Was kostet E-Commerce-Automatisierung?.

    Wann lohnt sich ein B2B-Bestellportal?

    Ein Portal lohnt sich vor allem dann, wenn viele wiederkehrende Bestellungen mit bekannten Artikelnummern eingehen und der Innendienst einen spürbaren Teil seiner Zeit mit Status- und Belegfragen verbringt. Je einheitlicher Ihre Preise sind, desto besser passt das Portal schon heute.

    Wenn Ihr Außendienst mit HubSpot arbeitet, lässt sich das Portal zudem mit dem CRM verbinden. Wie das aussieht, beschreibt der Beitrag HubSpot mit der Warenwirtschaft verbinden.

    Häufige Fragen zum B2B-Bestellportal

    Können Geschäftskunden im Portal eigene Preise sehen?

    Derzeit nicht. Das Portal zeigt den Standard-Nettopreis; kundenindividuelle Preise, Rabatte und Staffeln sind laut Anbieter als nächster Ausbau vorgesehen. Sage-100-Anwender können kundenindividuelle Preise heute über die B2B-Suite der Multi-Shop-Schnittstelle abbilden.

    Werden Portal-Bestellungen automatisch in die Warenwirtschaft übernommen?

    Automatisch derzeit nur bei Sage 100. Bei Lexware Office werden Aufträge nicht übertragen, bei den anderen angebundenen Systemen ist der Umfang je Connector unterschiedlich und sollte vorab geklärt werden.

    Können verschiedene Mitarbeiter eines Kunden unterschiedliche Rechte haben?

    Ja. Zugänge lassen sich mit Rollen anlegen, zum Beispiel für Einkauf, Buchhaltung oder reine Ansicht. So kann die Buchhaltung Belege abrufen, ohne bestellen zu dürfen.

    Was kostet das B2B-Portal?

    Laut Preisseite 149 € im Monat für bis zu 300 Portal-Benutzer, 399 € bis 1.000 und 899 € bis 5.000, jeweils zuzüglich 990 € Einrichtung. Dazu kommen das Basissystem und in der Regel ein ERP-Connector, alle Preise netto.

    Wie geht es weiter?

    Wenn Sie prüfen möchten, ob das Portal zu Ihrem Sortiment und Ihrer Warenwirtschaft passt, sehen Sie sich zuerst die Funktionen des B2B-Bestellportals an. Offene Fragen zu Preismodell, ERP-Anbindung und Einführung klären Sie am einfachsten in einer kostenlosen Erstberatung (30 Minuten).

  • Fulfillment automatisieren: Shop, ERP und Versand ohne ERP-Wechsel

    Fulfillment automatisieren: Shop, ERP und Versand ohne ERP-Wechsel

    In vielen Handelsunternehmen ist nicht das ERP das Problem, sondern die Strecke drumherum. Aufträge werden aus dem Shop übertragen, Artikelnummern abgeglichen, Etiketten im Portal des Paketdienstes erstellt und Sendungsnummern zurückgetragen. Der Gedanke an ein neues ERP liegt dann nahe, löst aber oft nicht das eigentliche Problem.

    Kurz gesagt: Die Strecke zwischen Shop, ERP und Versand lässt sich mit einer Automatisierungsschicht automatisieren, die über den vorhandenen Systemen sitzt und Daten zwischen ihnen transportiert. Bei intellicon Commerce laufen Aufträge aus Shop, Marktplatz und E-Mail bis zum Versand durch, Artikel werden über die SKU zusammengeführt und unklare Fälle landen in einer Klärliste. Das ERP bleibt führend und wird nicht ersetzt.

    Warum ist ein ERP-Wechsel selten die Lösung für Medienbrüche?

    Medienbrüche entstehen zwischen Systemen, nicht in ihnen. Auch ein neues ERP muss mit Shop, Marktplätzen, Paketdiensten und Buchhaltung verbunden werden. Wer nur das ERP austauscht, hat danach oft dieselben Lücken mit einem anderen System.

    intellicon beschreibt den dahinterliegenden Verlust mit dem LZV-Faktor, dem Lebenszeit-Vernichtungs-Faktor. Gemeint sind die Stunden, die Menschen täglich an Routinearbeit verlieren, die längst eine Maschine erledigen könnte: Daten transportieren, abgleichen, zuordnen, dokumentieren. Genau an dieser Stelle setzt eine Automatisierungsschicht an.

    Was macht eine Automatisierungsschicht zwischen Shop, ERP und Versand?

    Eine Automatisierungsschicht ist eine eigene Software, die sich mit allen beteiligten Systemen verbindet und den Datenfluss zwischen ihnen steuert. intellicon Commerce sitzt nach eigener Beschreibung über ERP, CRM, Logistik, Versand und Fulfillment und automatisiert die Strecke dazwischen. Der Leitsatz des Anbieters lautet: „Dein ERP bleibt dein ERP“.

    Zu den beschriebenen Funktionen gehören:

    • Auftragsdurchlauf: Aufträge aus Shop, Marktplatz und E-Mail laufen bis zum Versand durch.
    • Artikelabgleich: Artikel werden über die SKU zusammengeführt.
    • Klärliste: Unklare Fälle landen in einer Klärliste statt in einem Fehlerprotokoll.
    • Versand: Anbindung an DHL, DPD, GLS, UPS und Fulfillment-Center mit Etikett und Sendungsverfolgung.
    • Retouren: Ein Retourenportal, über das Kunden Retouren selbst anmelden und einen Retourenaufkleber erhalten.
    • Dropshipping: Lieferanten-Feeds und automatisches Routing von Aufträgen an Lieferanten.
    • Buchhaltung: DATEV-Export von Buchungsstapeln, Rechnungen und Umsatzsteuer.

    Für Bestellungen, die per E-Mail kommen, gibt es eine Vertriebsinnendienst-KI. Sie erkennt Bestellungen, Anfragen und Nachfragen in E-Mails und Anhängen, liest sie aus, prüft sie gegen die Stammdaten und legt einen geprüften Vorgang an. Wie das im Detail funktioniert, beschreibt der Beitrag Bestellungen aus E-Mails automatisch erfassen.

    Welche Systeme lassen sich anbinden?

    Die folgende Übersicht gibt die Angaben des Anbieters wieder, Stand Oktober 2026. Der Umfang der Anbindung kann je System unterschiedlich sein.

    BereichSysteme laut intellicon Commerce
    ShopsShopify, Shopware, WooCommerce, TikTok Shop
    MarktplätzeAmazon und eBay (Verfügbarkeit unterschiedlich angegeben, siehe Grenzen)
    ERPSage 100, Sage Operations, Sage X3, Sage Active, Lexware Office, Odoo, Xentral, sevDesk
    VersandDHL, DPD, GLS, UPS, Fulfillment-Center
    CRMHubSpot; weitere CRM-Systeme folgen laut Anbieter
    BuchhaltungDATEV-Export (Buchungsstapel)

    Ein Detail für Anwender von Sage Active und Sage Operations: Beide Systeme kennen keine Variantenartikel. Commerce kombiniert die einzelnen Artikel (SKUs) im jeweiligen Shopsystem zu einem Variantenprodukt.

    Wie läuft die Einrichtung ab?

    Laut Anbieter erfolgt die Einrichtung in drei Schritten:

    1. Systeme verbinden: Shop, ERP, Versanddienstleister und weitere Systeme werden an Commerce angeschlossen.
    2. Zuordnungen festlegen: Steuerklassen, Einheiten, Zahlarten und Lieferanten werden einmal zwischen den Systemen zugeordnet.
    3. Automatisch abwickeln: Ab dann laufen Aufträge ohne manuelles Übertragen durch.

    Commerce versteht sich als „AI-first“ mit Letzthoheit beim Menschen. Fälle, die das System nicht eindeutig zuordnen kann, werden nicht still übergangen, sondern landen zur Entscheidung in der Klärliste.

    Was kostet die Automatisierung der Strecke?

    Die Preise sind auf der Seite Preise und Investitionsrechner von intellicon Commerce veröffentlicht (netto zuzüglich Umsatzsteuer, Stand Oktober 2026). Das Basissystem gibt es in drei Stufen: Starter für 149 € im Monat plus 1.490 € einmalig (bis 1.000 Bestellungen im Monat, 3 Benutzer), Business für 349 € plus 2.490 € (bis 5.000 Bestellungen, 10 Benutzer) und Scale für 690 € plus 3.990 € (unbegrenzt, mit SLA).

    Dazu kommen Module, die monatlich zubuchbar sind. Ein Rechenbeispiel auf Basis der Preisliste: Starter mit einem Shop-Connector (49 €), einem ERP-Connector (99 €) und einem Versand-Carrier (39 €) ergibt 336 € im Monat. Einmalig fallen 4.260 € an (1.490 € + 490 € + 1.990 € + 290 €). Die Einmalpauschalen decken laut Anbieter Einrichtung, Schulung und Onboarding ab. Eine ausführliche Kostenübersicht bietet der Beitrag Was kostet E-Commerce-Automatisierung?

    Was die Lösung nicht kann und worauf Sie achten sollten

    • Kein ERP-Ersatz. Commerce ersetzt das ERP nicht. Wer heute kein ERP nutzt, braucht weiterhin eines.
    • Anbindungsumfang je ERP prüfen. Die Angaben zu den ERP-Connectoren sind nicht auf allen Seiten einheitlich. So ist die automatische Übergabe einer Bestellung aus dem B2B-Portal derzeit nur für Sage 100 beschrieben. Lassen Sie sich den Umfang für Ihr System bestätigen.
    • Amazon und eBay klären. Auf der Funktionsseite heißt es, Amazon und eBay „folgen“; die Preisseite führt bereits einen Marktplatz-Connector. Fragen Sie nach dem aktuellen Stand.
    • Saubere Artikelnummern. Die Zusammenführung über die SKU setzt voraus, dass die Artikelnummern in Shop und ERP zueinander passen.
    • Cloud-Betrieb. Commerce ist eine Cloud-Lösung, laut Anbieter DSGVO-konform mit Hosting in der EU. Prüfen Sie, ob das zu Ihren internen Vorgaben passt.

    Weitere Beispiele für die Anbindung einzelner Systeme finden Sie unter Anwendungsfälle von intellicon Commerce.

    Häufige Fragen

    Muss ich für die Automatisierung mein ERP wechseln?

    Nein. Eine Automatisierungsschicht wie intellicon Commerce sitzt über dem vorhandenen ERP und verbindet es mit Shop, Marktplätzen und Versand. Das ERP bleibt führend.

    Welche Shops lassen sich anbinden?

    Laut Anbieter Shopify, Shopware, WooCommerce und TikTok Shop. Für Amazon und eBay sind die Angaben auf den Seiten des Anbieters unterschiedlich, der aktuelle Stand sollte erfragt werden.

    Was passiert mit Aufträgen, die nicht automatisch zugeordnet werden können?

    Sie landen in einer Klärliste statt in einem Fehlerprotokoll. Dort entscheidet ein Mensch, wie der Fall weiterbearbeitet wird.

    Wo werden die Daten verarbeitet?

    intellicon Commerce ist eine Cloud-Lösung. Der Anbieter nennt DSGVO-Konformität und Hosting in der EU.

    Wenn Sie sehen möchten, wie die Strecke in Ihrem Unternehmen automatisiert werden kann, finden Sie die Funktionen im Überblick unter Automatisierung für E-Commerce-Fulfillment mit intellicon Commerce. Für eine Einschätzung Ihrer konkreten Systemlandschaft buchen Sie eine kostenlose Erstberatung (30 Minuten).