Am Versandplatz vieler Sage-100-Anwender sieht der Alltag ähnlich aus: Adresse aus dem Lieferschein abtippen, im Portal des Paketdienstes ein Etikett erzeugen, Sendungsnummer zurück in die Sage 100 übertragen. Bei wenigen Paketen ist das lästig, bei vielen Paketen wird es zur Fehlerquelle und zum Zeitfresser.
Kurz gesagt: Mit einer Versandschnittstelle wie dem Versandmodul von intellicon scannen Sie den Barcode von Lieferschein oder Rechnung, erfassen Pakete und Gewicht und drucken das Etikett von DHL, DPD, GLS, UPS, trans-o-flex oder FedEx direkt aus. Paketnummer und Trackinglink werden automatisch in der Sage 100 gespeichert. Abtippen von Adressen und das Übertragen von Sendungsnummern entfallen.
Warum lohnt sich eine direkte Anbindung an die Paketdienste?
Jede manuelle Übertragung zwischen Sage 100 und einem Paketportal ist eine Gelegenheit für Tippfehler. Ein Zahlendreher in der Postleitzahl führt zu Rückläufern, eine vergessene Sendungsnummer zu Rückfragen von Kunden, die wissen möchten, wo ihre Ware bleibt.
Bei einer direkten Anbindung kommen die Adressdaten aus dem Beleg, der ohnehin in der Sage 100 vorliegt. Das Versandmodul von intellicon spricht die Paketdienste nach Angabe des Anbieters direkt an, ohne Drittanbieter oder zwischengeschalteten Cloud-Dienst. Angebunden sind UPS, DHL, GLS, DPD, trans-o-flex und FedEx.
Wie läuft der Etikettendruck aus der Sage 100 ab?
Der Ablauf am Versandplatz ist auf wenige Handgriffe reduziert:
- Beleg scannen: Sie scannen den Barcode auf dem Lieferschein oder der Rechnung. Das Versandmodul lädt die Empfängerdaten aus der Sage 100.
- Pakete und Gewicht erfassen: Sie geben Anzahl der Pakete und Gewicht ein oder übernehmen das Gewicht von einer angeschlossenen Waage.
- Daten übermitteln: Die Sendungsdaten gehen an den gewählten Paketdienst.
- Etikett drucken: Das Versandetikett kommt aus dem Etikettendrucker und wird auf das Paket geklebt.
- Rückmeldung speichern: Paketnummer und Trackinglink werden automatisch in der Sage 100 abgelegt.
Mehrere Belege lassen sich laut Anbieter gemeinsam verarbeiten, und auch der Versand im Namen Dritter ist möglich. Das ist etwa interessant, wenn Sie für Partner oder Schwesterfirmen versenden.
Wie kommt die Sendungsnummer zurück zu Kunde und Shop?
Weil Paketnummer und Trackinglink in der Sage 100 gespeichert sind, kann jeder im Innendienst eine Kundenanfrage zum Lieferstatus direkt im ERP beantworten. Niemand muss im Portal des Paketdienstes nachsuchen.
Als Option bietet das Versandmodul eine Versandbenachrichtigung an, entweder als eigene E-Mail im Erscheinungsbild Ihres Unternehmens oder als E-Mail über den Paketdienst. Wer zusätzlich die Multi-Shop-Schnittstelle von intellicon nutzt, kann die Trackingdaten an den Onlineshop zurückgeben, sodass der Shopkunde den Status auch dort sieht.
Welche Zusatzoptionen gibt es für Gefahrgut, Waage und Auslandsversand?
Neben dem Grundablauf beschreibt der Anbieter mehrere Optionen, die je nach Sortiment und Versandart sinnvoll sind:
| Option | Wofür sie gedacht ist |
|---|---|
| Gefahrgut | Zusatzoption für den Versand von Gefahrgut; Angaben wie die UN-Nummer werden im Artikelstamm der Sage 100 hinterlegt. |
| Waagenanbindung | Übernimmt das tatsächliche Versandgewicht, damit Nachzahlungen an den Paketdienst wegen falscher Gewichtsangaben vermieden werden. |
| Internetmarke | Frankierung über die Internetmarke der Deutschen Post, etwa für Briefe und kleine Sendungen. |
| Zollinhaltserklärung | Für Sendungen in Länder außerhalb der EU; verfügbar mit dem Versandmodul 2.0. |
| Versandbenachrichtigung | E-Mail an den Empfänger mit Sendungsinformationen, wahlweise im eigenen Erscheinungsbild. |
Gerade beim Gefahrgut lohnt es sich, die Stammdaten sorgfältig aufzubauen. Wie der Gefahrgutversand mit Sage 100 organisiert werden kann, beschreibt intellicon auf einer eigenen Seite. Für die eigentliche Ausfuhranmeldung bei Exporten ist dagegen das Zollmodul zuständig, siehe unseren Beitrag zur Ausfuhranmeldung über ATLAS aus der Sage 100.
Was brauchen Sie am Versandplatz?
Das Versandmodul ist kein AddIn innerhalb der Sage 100, sondern ein eigenständiges Programm, das am Versandplatz läuft und auf die Daten der Sage 100 zugreift. An Hardware nennt der Anbieter:
- einen PC am Versandplatz,
- einen Barcodescanner für Lieferscheine und Rechnungen,
- einen Etikettendrucker,
- optional eine Waage für die automatische Gewichtsübernahme.
Klären Sie vor der Einführung außerdem, welche Zugänge und Verträge Sie bei den gewünschten Paketdiensten haben. Die Schnittstelle übermittelt die Daten, die Vertragsbeziehung zum Paketdienst bleibt bei Ihnen.
Ab wann lohnt sich das, und wo liegen die Grenzen?
Nach Angabe von intellicon lohnt sich das Versandmodul in den meisten Fällen bereits ab etwa zehn Paketen pro Tag. Ob das für Sie zutrifft, hängt davon ab, wie viel Zeit Ihr Versand heute pro Paket braucht und wie häufig Fehler und Rückfragen auftreten.
Das Versandmodul ist auf den Versandplatz zugeschnitten: Es beginnt mit dem fertigen Beleg. Die Kommissionierung im Lager, also das richtige Zusammenstellen der Ware, deckt es nicht ab. Wer Pickfehler vermeiden will, braucht dafür eine eigene Lösung, wie wir sie im Beitrag Handscanner gegen Pickfehler im Lager beschreiben.
Auch einige Funktionen sind nicht im Grundumfang enthalten: Gefahrgut ist eine Zusatzoption, die Zollinhaltserklärung setzt das Versandmodul 2.0 voraus, und die Rückgabe der Trackingdaten an einen Shop setzt die Multi-Shop-Schnittstelle voraus. Preise nennt die öffentliche Produktseite nicht; sie ergeben sich aus dem Angebot.
Häufige Fragen
Welche Paketdienste werden aus der Sage 100 angesprochen?
Das Versandmodul von intellicon bindet laut Anbieter UPS, DHL, GLS, DPD, trans-o-flex und FedEx direkt an. Für Briefe und kleine Sendungen gibt es zusätzlich die Option Internetmarke der Deutschen Post.
Wird die Sendungsnummer automatisch in der Sage 100 gespeichert?
Ja, Paketnummer und Trackinglink werden nach Angabe des Anbieters automatisch in der Sage 100 abgelegt. Mit der Multi-Shop-Schnittstelle können die Trackingdaten außerdem an den Onlineshop zurückgegeben werden.
Kann ich Gefahrgut über das Versandmodul versenden?
Ja, dafür gibt es eine Zusatzoption. Die nötigen Angaben wie die UN-Nummer werden im Artikelstamm der Sage 100 gepflegt. Die Verantwortung für die korrekte Einstufung der Ware bleibt beim Versender.
Ab wie vielen Paketen lohnt sich eine Versandschnittstelle?
Laut intellicon lohnt sich das Versandmodul in den meisten Fällen bereits ab etwa zehn Paketen pro Tag. Entscheidend ist, wie viel Zeit Ihr Versand heute pro Paket benötigt und wie oft Fehler oder Rückfragen entstehen.
Alle Details zur Versandschnittstelle für Sage 100 finden Sie bei intellicon, eine kompakte Übersicht auf versandmodul.de zum Versandmodul für Sage 100 mit DHL, DPD, GLS und UPS. Wenn Sie prüfen möchten, ob sich die Umstellung bei Ihrem Paketaufkommen lohnt, buchen Sie eine kostenlose Erstberatung von 30 Minuten.